Labubu-Hype und die Gefahr durch unsichere Kopien
13.08.2025
Die chinesische Plüschfigur Labubu sorgt derzeit für einen riesigen Hype, besonders auf Social-Media-Plattformen wie TikTok. Ihre Mischung aus niedlichem und leicht monsterhaftem Design hat zahlreiche Anhänger gefunden, und seit der Eröffnung des ersten „Pop Mart“ in Berlin im Juli reissen sich auch europäische Kunden um die exklusiven Figuren. Doch der Erfolg hat eine Schattenseite: Mit der steigenden Nachfrage tauchen zunehmend unsichere Kopien der beliebten Produkte auf.
Sandro Küng von der Medienstelle des Spielwaren Verbands Schweiz (SVS) sprach in der gestrigen Ausgabe von 10vor10 über die Risiken solcher Fälschungen. Diese minderwertigen Nachahmungen, die häufig über Plattformen wie Temu oder Shein vertrieben werden, erfüllen oft nicht die grundlegenden Sicherheitsanforderungen und können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Besonders problematisch ist, dass Kinder die Gefahren solcher Produkte nicht erkennen können.
Der SVS fordert, dass Shopping-Plattformen wie Temu, Shein, Wish und Aliexpress die gleichen Gesetze erfüllen müssen, wie Schweizer Anbieter. Nur durch fairen Wettbewerb, strengere Kontrollen und ein Verbot von unsicheren und nicht konformen Spielwaren können Kinder ausreichend geschützt werden. «Die Gefahr durch billige Kopien zeigt sich besonders bei Kultobjekten wie Labubu, die durch ihre Popularität schnell ins Visier dubioser Hersteller geraten» so Küng. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in England und Schottland sind Tausende gefälschter Labubus entdeckt worden.
Labubu selbst bleibt ein Paradebeispiel für die Mechanismen der TikTok-Ökonomie: Knappheit, emotionale Bindung und ein cleveres Marketing tragen dazu bei, dass die Figuren weltweit Kultstatus erlangen. Der SVS mahnt zur Vorsicht und ruft Konsument:innen dazu auf, Spielwaren im vertrauenswürdigen Schweizer Handel zu kaufen, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.
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